Rasen mit Regentropfen

Die richtige Beregnungsanlage muss es sein

Wasser marsch!
In unseren Breitengraden gibt es eigentlich genug Niederschläge, die ein zusätzliches Beregnen des Rasens unnötig machen – das stimmt aber nicht ganz: Gerade bei Rasenflächen auf Sandböden kann es schnell zu Trockenheit kommen, da das Wasser nicht optimal gespeichert werden kann. Das Wasser versickert schnell in tiefere Schichten und kann den Pflanzen so nicht mehr zugänglich gemacht werden. Auch extreme Wetterbedingungen, wie lange Hitzeperioden können dem Rasen Schaden zufügen, wenn nicht gehandelt wird. Durch andauernde Trockenheit und starker Sonneneinstrahlung kommt es zu schädlichen Dürreperioden. Die Wurzeln sind dem Hitzestress nicht auf Dauer gewachsen und erliegen über kurz oder lang dem Hitzetod. Dem wirkt ihr am besten entgegen, indem ihr euren Rasen früh morgens, vor Sonnenaufgang oder abends bewässert. Beregnet ihr den Garten am Nachmittag, wenn die Sonne hoch oben am Himmel steht, riskiert ihr, dass durch den „Brennglaseffekt“ ganze Rasenpartien verbrannt werden. Zusätzlich erleben die Pflanzen durch das plötzlich kühle Beregnungswasser einen regelrechten Kälteschock.
Um den Rasen ausreichend zu Bewässern, bietet der Markt eine Vielzahl an Systemen an. Wir stellen euch nun vier gängige davon vor:

Kreiselregner
Eine günstige Variante der Bewässerung sind die Kreiselregner. Sie sind variabel einstellbar und können je nach Rasenfläche einen Voll- oder Halbkreis, ein Streifen, eine Ellipse oder ein Quadrat bewässern. Sie sind vor allem für verwinkelte Flächen geeignet. Die Flächenabdeckung kann zudem über den Wasserdruck geregelt werden. Suboptimal ist allerdings, dass der Schlauch vor jedem Mähen entfernt werden muss. Zudem kann es passieren, dass auch Flächen, die genügend Feuchtigkeit enthalten mit bewässert werden. Außerdem kann es zu Überlappungen kommen, wenn die Einstellungen nicht präzise genug sind. Das heißt, dass manche Flächen mehrmals von verschiedenen Drüsen bewässert werden und damit zu viel Wasser aufgenommen wird.

Viereckregner
Auch die Viereckregner werden oberirdisch verlegt, weswegen auch hier der Schlauch vor der Maht entfernt werden muss. Und auch hier kann es zu Überlappungen kommen, wenn die Geräte nicht sauber genug eingestellt wurden. Die Viereckregner sind die derzeit am weitesten verbreiteten Bewässerungssysteme. Sie werden an einen Schlauch angeschlossen und durch eine Drehbewegung der Düse werden viereckige Flächen bewässert. Dank des Wasserdrucks kann die bewässerte Fläche variieren. Viereckregner sind relativ preiswert und beinah überall erhältlich, was auch durch ihre einfache Handhabung gefördert wird.

Schlauchregner

Wenn ihr größere Flächen beregnen müsst, lohnt sich der Einsatz von Schlauchregnern. Dies sind Schläuche mit regelmäßigen Löchern, die einfach auf den Rasenflächen verlegt werden. So gewährleistet ihr, dass das Wasser überall ankommt. Sie eignen sich also auch für die Rasenflächen (verwinkelt, zu schmal, etc.), die nicht mit anderen Regnern optimal bewässert werden können. Auch hier kann die Sprühweite über den Druck reguliert werden. Die Bewässerungssysteme sind preiswert und leicht zu nutzen. Allerdings müssen auch hier sämtliche Schläuche vor dem Mähvorgang entfernt werden.

Versenkregner

Die modernste Variante der Beregnungssysteme ist zugleich auch die teuerste: Versenkregner werden unterirdisch verlegt und erfordern lediglich eine einmalige Installation (nachträgliche Änderungen sind sehr aufwändig). Sie machen sich optisch kaum bemerkbar, da die Regenköpfe nach Nutzung herabgesenkt werden. So stören sie auch nicht bei Pflegemaßnahmen wie Rasenmähen. Die Handhabung ist – nach der Installation durch den Fachmann eures Vertrauens – recht einfach. Das System kann zudem an computergesteuerter Technik gekoppelt werden, sodass Rasenflächen auch während eures Urlaubs optimal bewässert werden können. Diese Variante empfiehlt sich allerdings nur für Rasenfreunde mit großem Geldbeutel, denn sie sind prägnant teurer als oberirdisch verlegte Anlagen. Zudem ist eine fachmännische Installation unbedingt erforderlich, da es sonst zu Überlappungen oder Auslassen von Rasenflächen kommen kann.
Neben den preislichen Aspekten kommt es also auch auf die Größe und Bedürfnisse eurer Rasenflächen an. Nicht zuletzt spielt auch eure Geduld eine große Rolle – wer keine Lust hat, ständig Schläuche in seinem Rasen zu verlegen und aufs Neue einzustellen, greift eben doch kurzum zum Gartenschlauch. Eine optimale Bewässerung gewährleistet ihr aber nur mit präzise auf euren Rasen abgestimmten Beregnungssystemen.

Zur Monatsmitte informieren wir euch darüber, wie die optimale Bewässerung für euren Rasen aussieht und geben euch Tipps zum Gartenschlauch.

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