Nasser Rasen

Rasen richtig bewässern

Sobald regelmäßige Regengüsse ausbleiben, muss der Rasen bewässert werden. In unserem letzten Beitrag haben wir euch verschiedene Beregnungsanlagen vorgestellt, die euren Rasen gleichmäßig flächendeckend bewässern. Nun stellt sich allerding die Frage wie viel und wann sollte eigentlich bewässert werden? Wir geben euch ein paar Hinweise zur optimalen Bewässerung und greifen anschließend noch ein wenig in die Trickkiste:

Wasserbedarf
Im Schnitt liegt der Wasserbedarf einer Rasenfläche bei 15-20 Litern pro Quadratmeter. Der höhere Wert gilt für besonders anspruchsvollen Rasen, also beispielsweise Zierrasen. Zu beachten ist allerdings, dass Rasenflächen unter Bäumen mehr Wasser benötigen, da die großen Wurzeln das Wasser sehr schnell aus dem Boden entziehen. Um den Wasserbedarf optimal einschätzen zu können entnehmt ihr dem Boden eine Sodenprobe, so könnt ihr die Eindringtiefe des Beregnungswassers bestimmen. Weiterhin solltet ihr extreme Hitzeperioden im Auge behalten. Hierbei steigt der Wasserbedarf eures Rasens enorm an, teilweise sogar bis auf das Doppelte der benötigten Menge.

Zur richtigen Zeit
Vor allem in den Monaten Mai bis Mitte September ist eine Beregnung eures Rasens notwendig. Ihr könnt die benötigte Wassermenge dann in einem Bewässerungsschritt an euren Rasen abgeben. Dies hilft eurem Rasen dabei, das Wasser auch abzuspeichern. Im Hochsommer sind die Böden sehr trocken und das Wasser versickert schnell, sodass bei zu kurzer Beregnungszeit das gesamte Wasser verschwindet. Ob eurer Rasen bewässert werden muss, könnt ihr ganz leicht prüfen: Bleibt euer Fußabdruck über längere Zeit im Rasen sichtbar, wird es Zeit für eine Bewässerung, denn dann reicht der Wassergehalt des Halmes nicht mehr aus. Die Energien sind verbraucht und so richtet sich der Rasen nur noch mühsam auf.

Tipps & Tricks
Trinkwasser einsparen
Trinkwasser ist teuer, vor allem wenn ihr damit regelmäßig größere Rasenflächen bewässern möchtet. Zudem sind die Trinkwasserressourcen knapp, sodass dieses kostbare Gut nicht unnötig verbraucht werden sollte. Daher empfehlen wir euch zum Kauf großer Wassertanks, die problemlos durch Regen aufgefüllt werden. Im Handel gibt es etliche Varianten, sodass sicherlich für jeden Hobbygärtner der passende dabei ist. Abzuraten ist von Bewässerung mit Oberflächenwasser, zum Beispiel von Gartenteichen. Durch die Pflanzen und Tiere im Teich ist das Wasser mit organischem Material vorbelastet und kann eurem Zierrasen schaden. Robuste Sportrasen wiederum können damit problemlos bewässert werden.

Die Sodenprobe
Diese könnt ihr ganz einfach entnehmen: Schneidet hierzu eine 10 Zentimeter tiefe Rasensode aus, beispielsweise mit einem Taschenmesser. Anschließend überprüft ihr diese nach ihrem Feuchtigkeitsgehalt. Sind nur die obersten 3 Zentimeter trocken, so reicht eine Beregnungszeit von einer Stunde aus. Sind es schon 5 Zentimeter, müsst ihr anderthalbstunde Beregnen.

In unserem nächsten Artikel stellen wir euch einige Rasenkrankheiten des Sommers vor und Tipps, wie ihr euch davor schützen könnt!

2 Gedanken zu „Rasen richtig bewässern

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