Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu. Beete und Rasen werden auf den Winter vorbereitet. Was kannst du machen, damit dein Rasen nächstes Jahr wieder grün und schön ist?

Rasen mähen

Schneide beim letzten Mähen des Jahres das Gras nicht zu kurz ab. Im Winter ruht das Wachstum des Rasens, bis die Temperaturen wieder auf mindestens 9° Celsius ansteigen. Die Halme schützen die Wurzeln vor Frost. Wenn die Halme jedoch zu lang sind, können sie im Frost abbrechen. Die ideale Schnittlänge beträgt ca. 5 – 6 cm.

Rasen reinigen

Nach jedem Mähen und wenn die Blätter auf den Rasen fallen, ist es wichtig, dass du die Pflanzenreste mit dem Rechen entfernst. Sonst nehmen sie dem Rasen das Licht. Die Flecken unter den Grasresten werden gelb. Außerdem herrscht unter den abgedeckten Stellen ein ideales Klima für den Schneeschimmel. Das ist ein Pilz, der sich von abgestorbenen Pflanzenteilen ernährt. Hohe Luftfeuchtigkeit und kühle Temperaturen, wie sie im Herbst häufig vorkommen, sind ideale Lebensbedingungen für den Schneeschimmel. Er hinterlässt auf dem Rasen graue bis braune Flecken.

Rasen nachsäen

Kahle Stellen kannst du im Herbst gut reparieren. Der Boden ist noch warm und im Herbst ist es meistens nass genug, dass die Samen keimen können. Lockere den Boden auf und jäte das Unkraut. Nachdem du die kahlen Stellen geglättet hast, streue die Samen einer hochwertigen Rasennachsaatmischung auf die Flächen. Gehe mit einer Walze über die Samen. Dadurch werden sie an den Boden gepresst und bekommen genug Feuchtigkeit. Sorge dafür, dass die Stellen in den nächsten vier Wochen immer feucht sind, damit auch die Samen aufgehen, die eine längere Zeit zum Keimen brauchen.

Rasen düngen

Im Herbst braucht dein Rasen einen Dünger mit Kalium. Er dient nicht dem Wachstum sondern hilft den Gräsern, stärkere Zellwände auszubilden. Das Gras wird widerstandsfähiger gegen den Frost. Dieser Dünger hilft auch gegen den Schneeschimmel.

Rasen vertikutieren

Im Laufe des Jahres hat sich auf dem Boden des Rasens eine verfilzte Schicht aus kleinen Stängeln und Blättern gebildet. Sie verhindert, dass Luft, Wasser und Nährstoffe in den Boden und an die Wurzeln gelangen. Beim Vertikutieren wird diese Filzschicht aufgeschnitten. Dabei ist es wichtig, dass du nicht zu tief arbeitest. Die Wurzeln sollten unverletzt bleiben.

Du solltest deinen Rasen vertikutieren, wenn die Filzschicht mindestens 5 Millimeter dick ist. Dazu stichst du mit dem Spaten ein Stück von deinem Rasen aus. Nun kannst du die Filzschicht messen.

Zum Vertikutieren gibt es verschiedene Geräte. Je nach Größe des Rasens lohnt sich für dich der Einsatz eines Vertikutierers mit Motor. Für kleine Rasenflächen gibt es Handvertikutierer. Sie alle haben bewegliche Messer, mit denen sie den Rasenfilz zerschneiden und lösen. Du kannst die Messer auf die gewünschte Länge einstellen, damit der Rasenfilz optimal zerschnitten wird. Mit dem Vertikutierer bearbeitest du deinen Rasen längs und quer in Bahnen. Die gelösten Filzstücke entfernst du anschließend mit der Harke.

Rasen belüften

Nun arbeitest du noch eine Schicht tiefer, um den Boden zu aerifizieren. Das bedeutet, dass Luft in den Boden gelangen kann. Gerade Böden mit einem hohen Anteil an Ton verdichten leicht. Wenn der Rasen häufig betreten wird, verdichtet sich der Boden ebenfalls. Dann dringt das Wasser nicht mehr in den Boden oder es kommt zu Staunässe. Die Wurzeln des Grases können nur schlecht wachsen. Moos und Algen finden ideale Wachstumsbedingungen.

Durch das Aerifizieren wird der Boden gelockert. Die Bodenqualität verbessert sich. Wasser und Nährstoffe dringen wieder in die Tiefe und werden von den Graspflanzen aufgenommen. Damit wirkst du auch der Verfilzung des Rasens entgegen.

Zum Rasen belüften sollten pro Quadratmeter circa 200 Löcher im Abstand von 10 bis 15 Zentimetern in den Boden gestochen werden. Die ideale Tiefe sind 10 Zentimeter. Natürlich empfehlen wir für dafür unseren Rasenspecht 😉 Wenn du eine größere Rasenfläche hast, ist ein motorbetriebenes Belüftungsgerät eine gute Alternative. Sie alle drücken mit Hilfe von Hohlzylindern kleine Löcher in die Grasnarbe und den Boden. Wenn du diese Löcher anschließend mit Sand auffüllst, bleiben die kleinen Luftkanäle länger offen.

Werkzeuge reinigen

Willst du im nächsten Jahr Freude an deinen Gartengeräten haben, solltest du zum Schluss deine Werkzeuge reinigen. Mit Wasser und einer Bürste entfernst du die Erde von Spaten, Hacke und dem Rasenlüfter. Anschließend kannst du sie leicht einölen. Am Schluss räumst du sie an einen trockenen Ort, wo sie den Winter verbringen. Für die Reinigung unseres Rasenspechts haben wir ein Pflegeset zusammengestellt mit dem natürlich auch alle anderen Gartengeräte gereinigt werden können.