Neben dem MähenDüngen, Vertikutieren und Aerifizieren gehört auch das sogenannte Rasen besanden zu einer vorbildlichen Rasenpflege. Denn dadurch kann der Hobbygärtner einige Probleme im heimischen Garten lösen. Der folgende Text gibt viele nützliche Tipps rund um dieses Thema.

Warum sollte jeder Rasen regelmäßig besandet werden?

Der Rasen muss passend gepflegt werden damit er auch nach einigen Jahren noch in einem satten und gesunden Grün erstrahlt.

Ist die Bodenbeschaffenheit nicht ideal, kann es zu einem Mangel kommen. Um diesen zu verhindern, kann spezieller Rasensand zum Einsatz kommen, der folgende Aufgaben übernimmt:

  • lockert verdichteten Rasen auf
  • fungiert als eine Art Drainage und verhindert dadurch Staunässe
  • verbessert die Durchlüftung
  • gleicht kleinere Unebenheiten aus
  • ermöglicht ein dichtes Graswachstum

Was genau ist Rasen besanden?

Es handelt sich um eine sehr effektive Methode, mit der die Bodenbeschaffenheit einer Rasenfläche verbessert und dadurch der Graswuchs angeregt werden kann. Sie wird schon seit langer Zeit genutzt, um zum Beispiel auch Fußballplätze oder Golfplätze optimal vorzubereiten. Denn diese sollten möglichst grün und dicht bewachsen sein. Der Rasensand kann unter anderen auch die Grünfläche auf natürliche Weise ausbessern und behebt ganz nebenbei auch unterschiedliche Mängel. So sorgt er zum Beispiel nebenbei auch dafür, dass ein Puffer entsteht. Dadurch ist das Grün deutlich widerstandsfähiger und ideal vor den Sportlern oder spielenden Kindern geschützt.

Wann ist der ideale Zeitpunkt für diese Arbeit?

Die idealen Zeitpunkte zum Ausbringen des Sandes sind das Frühjahr und der Herbst. Wenn diese Arbeit bislang noch nie durchgeführt wurde, sollte sie zu Beginn des Jahres erfolgen. Denn dann kann der Rasen bis in den Sommer ideal wachsen. Im nächsten Jahr kann der Hobbygärtner dann entscheiden, ob er sie im Frühjahr oder aber im Herbst durchführt. Die restliche Zeit muss er keinen Rasensand mehr ausbringen, da diese in die Erde sinkt und dort dann auch verbleibt. So können ihn noch nicht einmal sehr starke Regenphasen ausschwemmen.

Welche Sandarten eignen sich?

Zunächst einmal muss entschieden werden, welche Sandart es sein soll. Grundsätzlich eignen sich hierfür zwei verschiedene Ausführungen. Zudem sind sie recht preiswert und in eigentlich jedem Baumarkt und Gartencenter erhältlich.

1. Quarzsand

Diese Sandart ist recht fein strukturiert und besteht zu einem großen Teil, teilweise sogar auch komplett, aus Quarzkörnern. Diese Tatsache macht diese Sandart für das Sanden sehr beliebt. Denn sie kann nicht nur den Boden auf unterschiedliche Weisen optimieren, sondern auch als eine praktische Drainage fungieren. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Produkte teilweise sehr stark in ihrer Qualität. Einen hochwertigen und guten Quarzsand erkennt der Hobbygärtner an folgenden Punkten:

  • möglichst feinkörnig (null bis maximal zwei Millimeter)
  • rundkörnig
  • kalkarm und
  • gewaschen

Eine sehr effektive und ebenfalls recht preiswerte Variante ist der sogenannte Rheinsand. Denn auch er erfüllt die oben erwähnten Punkte.

2. Spielsand

Mit Spielsand ist ein Sand gemeint, der normalerweise auf Spielplätzen und in heimischen Sandkästen zu finden ist. Seine Körner haben einen Durchmesser zwischen 0,063 bis maximal zwei Millimeter und sind daher genauso gut für diese Zwecke geeignet wie die des Rheinsandes. Vorteilhaft ist zudem, dass sie vor dem Verkauf gründlich gereinigt und von Schluff und Ton befreit werden. Denn dadurch können die Kinder den Spielsand leichter formen.

Sollte man vor dem Rasen besanden Aerifizieren?

Je nachdem, wie der Rasen beschaffen ist, sollte er vor dem Auftragen des Sandes aerifiziert werden, was gerade bei sehr stark verdichteten Flächen sehr hilfreich sein kann. Für diesen Vorgang wird entweder ein manueller oder aber ein mechanischer Aerifizierer benötigt.

Beide Varianten sind mit sogenannten „Spoons“ (Löffeln) ausgestattet, die fünf bis maximal zehn Zentimeter tiefe Löcher in die Erde einbringen und die Verdichtung dadurch auflösen. Aerifizieren ist vor allem bei schon recht alten Böden sehr wichtig, die eventuell schon sehr lange nicht mehr passend gepflegt wurden.

Den Rasen richtig besanden

Es reicht nicht aus, den Rasensand nur auf der Wiese zu verteilen denn der gewünschte Effekt wird so nicht erreicht. Stattdessen muss das Material passend in diese eingearbeitet werden. Hierbei sollten die folgenden Schritte durchgeführt werden:

  • Rasen im Frühjahr/im Herbst auf eine Länge von zwei bis drei Zentimetern mähen
  • Rasen in Längsrichtung wie auch in Querrichtung mit dem Vertikutierer bearbeiten (bei Bedarf)
  • den Rasen aerifizieren und eventuell vorhandene Reste („Erdwürstchen“) entfernen, bzw. ein Gerät mit Auffangwanne nutzen
  • Quarzsand in ein hierfür geeignetes Streugerät geben und mit diesem auf der Rasenfläche ausbringen
  • ausgebrachten Quarzsand mit einer Level Rake bzw. unserer Sandraupe  oder mit einem Rechen bzw. Straßenbesen möglichst gleichmäßig verteilen

Anstatt ein spezielles Streugerät zu verwenden, kann der Sand auch mit der Hand verteilt werden. Allerdings sollte man hierbei auf eine gleichmäßige Abdeckung aller Bereiche achten. Fünf Liter pro Quadratmeter sind eine gute Menge.

Was ist das sogenannte Topdressing?

Wer einen sehr stark mit Unkraut und Moos bewachsenen Rasen ideal besanden will, kann ein sogenanntes Topdressing verwenden. Damit ist ein sehr wertvoller Materialmix gemeint, indem sich neben dem Quarzsand auch einige organische Stoffe (zum Beispiel KompostTorf und möglichst feine Lauberde) und hochwertige Dünger befinden. Dieser wertvolle Materialmix eignet sich nicht nur sehr gut zum Sanden, sondern ist zudem auch in der Lage, die Gräser im Rasen zu vitalisieren. Dadurch wachsen diese wieder schneller und Unkraut sowie Moos zeigen sich weniger.